Wärme

erweitert die Gefässe und erhöht lokal den Stoffwechsel. Daher profitieren Patient*innen mit rheumatischen Beschwerden und Verspannungen von verschiedenen Wärmebehandlungen.

 


Wie funktioniert eine Wärme-Anwendung?

Unsere Therapeut*innen halten wohltemperierte Fangopackungen für Sie bereit, die ca. 20 Minuten auf die betroffene Region Ihres Körpers gelegt werden. Fango wirkt schmerzstillend, durchblutungsfördernd und stoffwechselanregend.

Gezielte Anwendung bieten wir auch über sogenannte heisse Rollen an, wie sie von Sebastian Kneipp entwickelt wurden. Sie bieten neben der entspannenden Wirkung durch Wärme gleichzeitig einen Effekt der Mehrdurchblutung. Ergänzend zu einer Physiotherapie-Behandlung ist dies wirkungsvoll.

Die lokale Anwendung beider Wärmebehandlungen und die auf Ihr persönliches Wärmeempfinden abgestimmte Intensität garantieren eine gute Wirksamkeit bei geringer Kreislaufbelastung.

Bei Wärmeanwendungen wird die Durchblutung angeregt, welche dafür sorgt, dass die Muskeln richtig funktionieren, indem sie mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

Wird es auf einen bestimmten Bereich des Körpers aufgetragen, erhöht sich auf natürliche Weise die Blutmenge, die Ihr Herz in diese Region pumpt, was sie zu einer sehr beliebten Form der Verletzungsvorbeugung und Rehabilitation macht.

Die Therapie ist hervorragend geeignet, um Schmerzen zu reduzieren und die Spannung in Muskelgruppen zu lindern.

 

Bei welchen Beschwerden Wärme hilft

  • Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken
  • Muskuläre Rückenschmerzen und ein abklingender Hexenschuss
  • Arthrose, wenn die Gelenke sich steif anfühlen
  • Chronische Schmerzen, bei denen die Muskulatur dauerhaft angespannt ist

Wann wir auf Wärme verzichten

Bei akuten Entzündungen, frischen Verletzungen mit Schwellung, Fieber oder Durchblutungsstörungen ist Wärme nicht geeignet. Dann arbeiten wir mit anderen Mitteln, zum Beispiel Kühlung, Mobilisation oder Lymphdrainage.

Wärme als Teil der Behandlung

Die Wärmebehandlung ersetzt die Physiotherapie nicht, sie bereitet sie vor: Nach der Fangopackung oder der heissen Rolle ist die Muskulatur weicher, Mobilisation und Manuelle Therapie wirken besser und aktive Übungen fallen leichter. Mit ärztlicher Verordnung ist die Wärmeanwendung Teil der von der Krankenkasse übernommenen Behandlung.

Wärme oder Kälte?

Eine einfache Faustregel: Kälte in den ersten Tagen nach einer frischen Verletzung oder Operation, wenn Schwellung und Entzündung im Vordergrund stehen; Wärme bei verspannter Muskulatur, chronischen Schmerzen und steifen Gelenken. Im Zweifel fragen Sie uns, denn bei manchen Beschwerden, etwa einem akuten Gelenkerguss, verschlimmert Wärme die Situation.

Wärme zu Hause anwenden

  • Kirschkernkissen oder Wärmflasche 15 bis 20 Minuten auf die verspannte Stelle legen, nie direkt auf die Haut, sondern mit einem Tuch dazwischen.
  • Eine warme Dusche oder ein Bad vor den Übungen macht Muskeln und Gelenke beweglicher und erleichtert das Dehnen.
  • Wärmepflaster eignen sich für den Arbeitstag bei Nacken- und Rückenverspannungen; nicht über Nacht tragen.
  • Nach der Wärme ein paar Minuten bewegen, damit die gelockerte Muskulatur gleich genutzt wird.

Häufige Fragen zur Wärmebehandlung

Wie lange wirkt die Wärme?

Die Entspannung der Muskulatur hält einige Stunden an. Den dauerhaften Effekt bringt die Kombination mit Manueller Therapie, Triggerpunkttherapie und aktiven Übungen.

Hilft Wärme bei Rückenschmerzen?

Bei muskulären Rückenschmerzen und beim Hexenschuss nach den ersten Tagen ja. Bei Schmerzen, die in das Bein ausstrahlen, oder bei Taubheitsgefühl klären wir zuerst die Ursache ab.

Wird die Wärmebehandlung von der Krankenkasse übernommen?

Als Teil einer ärztlich verordneten Physiotherapie ja. Sie ist bei uns keine eigenständige Anwendung, sondern Vorbereitung oder Abschluss einer Behandlung.