isg syndrom, Rückenschmerzen

ISG Syndrom

Der Schmerz sitzt extrem tief, fast schon im Gesäss, zieht sich oft einseitig in den Oberschenkel und ist besonders beim morgendlichen Aufstehen aus dem Bett oder beim Treppensteigen fast unerträglich. Viele Patienten befürchten bei diesen Symptomen direkt einen Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule. Doch sehr oft liegt die Ursache eine Etage tiefer: Schmerzen im Iliosakralgelenk, medizinisch als ISG Syndrom bezeichnet.

Das Iliosakralgelenk verbindet unsere Beckenschaufeln mit dem Kreuzbein am unteren Ende der Wirbelsäule. Es ist ein massives Gelenk, das immense Kräfte übertragen muss, wenn wir gehen, rennen oder springen.


Was ist eine ISG Blockade?

Das Märchen von der "ISG-Blockade"

Wenn Patienten mit starken Beckenschmerzen zu uns kommen, haben sie oft ein Ziel: Sie wollen ihre ISG Blockade lösen lassen. Das Gefühl, dass sich dort hinten etwas „verklemmt“ hat, ist extrem real. Doch aus biomechanischer Sicht ist das ISG durch unfassbar starke Bänder gesichert. Es bewegt sich ohnehin nur um wenige Millimeter. Es kann gar nicht ausrenken oder im klassischen Sinne „blockieren“.

Was Sie als stechende Blockade spüren, ist in den meisten Fällen eine massive muskuläre und fasziale Schutzspannung. Wenn die Beinachsen nicht stimmen, Sie nach einer Fussverletzung hinken oder die tiefe Bauchmuskulatur zu schwach ist, entsteht eine Asymmetrie. Das Nervensystem registriert eine Überlastung des Gelenks und schaltet die Muskeln rund um das Becken (wie den Piriformis-Muskel) knallhart auf Spannung, um die Region zu schützen.

Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz

Anstatt einfach nur kräftig auf das Gelenk zu drücken, schauen wir bei der Physiotherapie Waidfuss auf die wahre Ursache. Wir harmonisieren die Muskelspannung im Gesäss, prüfen die Statik Ihrer Füsse und Knie und integrieren gezielte Nervenmobilisation. Oft ist es das Fasziengewebe oder ein irritierter Nerv, der den Schmerz anfeuert. Bei sehr hartnäckigen muskulären Triggerpunkten rund um das Becken nutzen wir auf Wunsch schonende manuelle Drucktechniken, um das Gewebe zu entspannen und dem ISG seine natürliche Gleitfähigkeit zurückzugeben.

Alltags-Praxistipps für ein freies ISG

ISG Syndrom

  • Der Beinlängen-Ausgleich: Legen Sie sich auf den Rücken. Stellen Sie die Beine auf. Lassen Sie nun das schmerzende Bein nach aussen fallen (wie ein halber Schmetterling) und ziehen Sie die Ferse langsam am Boden entlang in Richtung Gesäss und wieder zurück. Das mobilisiert das ISG völlig ohne Druck.

  • Vermeiden Sie einseitige Belastungen: Wenn Sie stehen, verteilen Sie Ihr Gewicht bewusst auf beide Füsse. Die typische "Standbein-Spielbein"-Haltung an der Supermarktkasse provoziert Scherkräfte im ISG und füttert das Schmerzgedächtnis.

Ihre Beckenspezialisten in Zürich Quält Sie ein hartnäckiges ISG-Syndrom und Sie wissen nicht mehr, wie Sie schmerzfrei sitzen sollen? Die Therapeutinnen und Therapeuten der Physiotherapie Waidfuss in Zürich (Wipkingen und Höngg) bringen Ihr Becken wieder ins Gleichgewicht. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin und machen Sie den ersten Schritt in einen schmerzfreien Alltag!

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