Die Rotatorenmanschettenruptur

Die Rotatorenmanschettenruptur

Ein Sturz auf den Arm, jahrelanger Verschleiss oder ständige Überkopfarbeit: Plötzlich verliert der Arm an Kraft, das Heben zur Seite schmerzt massiv und das MRT zeigt eine Rotatorenmanschettenruptur. Sehr oft ist dabei die sogenannte Supraspinatussehne angerissen oder ganz durchtrennt.

Für viele Patienten klingt das nach einem sofortigen Fall für den Operationssaal. Doch wir möchten Ihnen Mut machen: Längst nicht jeder Riss muss genäht werden! Der menschliche Körper ist ein Meister der Kompensation.

Rotatorenmanschettenruptur: Sehnenriss in der Schulter

Wie die Schulter ohne intakte Sehne funktionieren kann

Die Rotatorenmanschette ist ein Verbund aus vier Muskeln, die den Schulterkopf wie eine Manschette umschliessen und im Gelenk zentrieren. Reisst eine Sehne, entsteht eine Lücke im System. Die Genialität unseres Körpers erlaubt es jedoch, dass andere Muskeln (wie der Deltamuskel oder die restlichen Anteile der Manschette) die Funktion der gerissenen Struktur übernehmen.Rotatorenmanschettenruptur: Sehnenriss in der Schulter,frozen shoulder, schulter schmerzen

Das Problem: Das Gehirn weiss nach der Verletzung oft nicht mehr, wie es diese „Ersatzmuskeln“ richtig ansteuern soll. Hier kommt die Physiotherapie ins Spiel. Bei einem Sehnenriss in der Schulter ohne OP geht es in der Rehabilitation primär um neuro-muskuläres Umlernen. Durch neurozentriertes Training zeigen wir Ihrem Nervensystem, wie es das Schultergelenk wieder stabilisieren und schmerzfrei bewegen kann.

Der Blick über die Schulter hinaus

Eine Rotatorenmanschette heilt nicht isoliert. Wenn die Schulter schwächelt, verkrampft oft der Nacken, das Schulterblatt steht falsch und die Brustwirbelsäule versteift sich. In der Therapie schauen wir uns daher immer die gesamte Biomechanik an. Ist der Rumpf stabil? Ist die Halswirbelsäule frei? Je besser das umliegende Gewebe funktioniert, desto leichter hat es Ihre verletzte Schulter. Hartnäckige muskuläre Überlastungen (Triggerpunkte), die durch diese Kompensation entstehen, können wir bei Bedarf auch sanft und präzise mit manuellen Techniken oder, falls gewünscht, punktuell mit Dry Needling entspannen.

Alltags-Praxistipps für mehr Stabilität

  • Der Schulterblatt-Fokus: Achten Sie im Alltag (vor allem am Schreibtisch) darauf, das Brustbein leicht anzuheben und die Schulterblätter sanft in Richtung Gesässtaschen gleiten zu lassen. Das zentriert den Schulterkopf und nimmt den Druck von der gereizten Supraspinatussehne.

  • Die Isometrische Wand-Übung: Stellen Sie sich seitlich an eine Wand. Drücken Sie den Handrücken der betroffenen Seite leicht gegen die Wand (ohne den Arm zu bewegen). Halten Sie die Spannung für 5 Sekunden. Das aktiviert die verbleibende Rotatorenmanschette, ohne das Gelenk zu reizen.

Vertrauen Sie auf Spezialisten in Ihrer Nähe Stehen Sie vor der schwierigen OP-Entscheidung oder suchen Sie eine Zweitmeinung? Das erfahrene Team der Physiotherapie Waidfuss im Herzen von Zürich (Wipkingen/Höngg) berät Sie ehrlich und kompetent. Buchen Sie jetzt Ihren Termin und lassen Sie uns gemeinsam an Ihrer Schulterstabilität arbeiten!

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